Ethereum-Blockchain arbeitet jetzt mit Proof of Stake

Die Ethereum-Blockchain hat den Wechsel zum Proof-of-Stake-Verfahren offiziell vollzogen. Bei dem als Merge bezeichneten Übergang integrierten die Ethereum-Entwickler die Beacon Chain, auf der man das Konsensverfahren seit 2020 erprobte, mit dem Ethereum Mainnet. Der erste Schritt des lange erwarteten Merge war ein Update der Beacon Chain Anfang September. Nach Erreichen der vorher bestimmten Gesamtschwierigkeit für das Erzeugen neuer Blöcke fand das Mining von Ethereum Mitte September ein Ende.

Statt mit Proof of Work am schnellsten einen mathematischen Beweis auszurechnen, erzeugt nun ein ausgeloster Validierer den neuen Block. Um einen Block zu validieren (zu staken), muss man einen Full Node betreiben und eine Sicherheitssumme in der Kryptowährung von Ethereum hinterlegen. Derzeit beträgt die Sicherheit mindestens 32 Ether, die dem Besitzer im Falle eines Betrugs aberkannt werden. Durch den Wechsel des Konsensverfahrens entfällt das umweltschädliche Mining. Der Energiebedarf der Ethereum-Blockchain soll sich damit um 99,95 Prozent verringern. Im Zuge des Merge fiel der Preis von Ether um mehr als 20 Prozent auf etwa 1330 US-Dollar. (pst@ix.de)